Bericht zum Treffen mit der Stadt Laatzen am 5.8. am Rechtsabbieger Lüneburger Str.
zum Thema "Gefährlicher Rechtsabbieger"

siehe dazu auch - klick -> [ Verbesserungs-Möglichkeit #21 ] ... [ Bericht zum Ortstermin 4.10. ] ... [ zurück zur Homepage ADFC Laatzen ]

[Berabeitungsstand des Berichts:
07-08-2011: Erstellung ]
Datum/ Uhrzeit: 05.08.2011, 10:00
Ort: Rechtsabbieger von der Erich-Panitz-Str. in die Lüneburger Str., 30880 Laatzen
Einladene(r): Frau Karin Schrader, Stadt Laatzen
Thema: Gemeinsamer Verkehrstermin wegen der unübersichtlichen Verkehrssituation am vorgenannten Ort, um nach einer geeigneten und rechtssicheren Lösung zu suchen, nachdem die "Rechts-vor-Links" -Regelung durch eine Beschilderung aufgehoben wurde.
Anwesende: Fr. Schrader, eine Mitarbeiterin der Polizei, ein Mitarbeiter der Region mit einer Praktikantin, zwei Mitarbeiter der Straßenmeisterei der Region, vom ADFC Laatzen: Adolf Reeck, Achim Gentz, Peter Brenneke, Rüdiger Janecke (hier auch Berichterstatter).
Frau Schrader eröffnet das Treffen und stellt zwei Lösungen vor:
1. Abbau der Vorfahrt-gewähren-Schilder auf dem Radweg und Vorziehen des Vorfahrt-gewähren-Schildes auf dem Rechtsabbieger vor den Rad-/ Fußweg (ist auch Vorschlag des ADFC; d.h. "Rechts-vor-Links" und Herstellung des früheren Zustandes),
2. Beibehaltung des gegenwärtigen Zustandes (kleine Vorfahrt-gewähren-Schilder auf dem Radweg; d.h. "kein Rechts-vor-Links") mit Änderungen zur besseren Wahrnehmung (Vorschlag der Region).
Eine langfristige Lösung (Termin unbekannt) ist die Einbeziehung des Rechtsabbiegers und des betroffenen Rad-/ Fußwegs in die Ampelanlage. Einschl. Rückbau des Rechtsabbiegers. Hierüber herrscht Einigkeit, bis auf den Einwand des ADFC: keine Bedarfsampel.
Die Region trägt ihre Begründungen zur Lösung 2 vor:
Ein "Freier Rechtsabbieger" schaltet die "Rechts-vor-Links"-Regelung aus; somit haben geradeausfahrende Radfahrer und geradeausgehende Fußgänger an dieser Stelle sowieso keinen Vorrang.
Die Frage des ADFC, in welcher Verordnung bzw. Verwaltungsvorschrift dies geregelt sei, wurde nicht beantwortet.
Weiterhin war (wieder) von möglichen Rückstaus auf dem Rechstabbieger die Rede (Anmerkung: die kann es natürlich auch bei einer Ampel geben), von der wichtigen Zufahrt zur B6 und vom Schutz des Radfahrers vor sich selbst.
Der ADFC trägt seine Begründungen zur Lösung 1 vor:
Auch in einem Rechtsabbieger gilt "Rechts-vor-Links" ("Rechts-vor-Links" ist Bestandteil der ersten Fahrstunde, §9, 3 der StVo). Für den Fußgänger gilt ein (hier kleines) Vorfahrt-gewähren-Schild überhaupt nicht; bei der gegenwärtigen Beschilderung hätte der Fußgänger Vorrang, der Radfahrer müsste warten. Also macht die gegenwärtige Beschilderung überhaupt keinen Sinn.
Sie ist eher gefährlich, da der Kfz-Verkehr auf dem Rechtsabbieger kein korrespondierendes Vorfahrt-Zeichen hat und gar nichts von seiner Vorfahrt gegenüber "Rechts-vor-Links" weiß: dadurch räumen sich Kfz-Fahrer und Radfahrer gegenseitig durch Handzeichen die Vorfahrt ein.
Um hier mehr Sicherheit zu schaffen, wäre ein Vorfahrt-Zeichen auf dem Rechtsabbieger notwendig (VwV zu den Zeichen 205 und 206, Randnummer 6: "VI. Jede Kreuzung und Einmündung, in der vom Grundsatz "Rechts-vor-Links" abgewichen werden soll, ist sowohl positiv als auch negativ zu beschildern, und zwar sowohl innerhalb als auch außerhalb geschlossener Ortschaften).

Region und ADFC bestehen auf ihren jeweiligen Lösungsvorschlägen.
Einigkeit besteht in der Forderung durch Rückschnitt des Buschwerks, die Sichtbarkeit zwischen Radweg und Rechtsabbieger zu erhöhen.
Ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei demonstriert, wie die gegenwärtige Lösung aus Sicht der Region zu verbessern sei: Verlegung des Vorfahrt-gewähren-Schildes auf dem Rechtsabbieger näher an die Einmündung in die Lüneburger Str., Verlegung des Vorfahrt-gewähren-Schildes auf dem Radweg zurück in Richtung Rethen (Entzerrung der dicht nebeneinander stehenden Schilder), Haltelinie (Radweg), Schild "Vorsicht Radfahrer", ggf. Abfräsungen, Auftragungen.


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